Ökostrom-Sensibilisierung als Investitionsmodell
Anlässlich der Präsentation der Ergebnisse aus dem Projekt NENA beim Vorarlberger Landesrat (04.12.2007) spricht Johann Punzenberger, NENA Partner Arge Erneuerbare-Energie Vorarlberg über eines der Projekte, der Ökostrom-Sensibilisierung als Investitionsmodell.
Im Rahmen von NENA wurde dieses Modell der Bürger und Mitarbeiterbeteiligung für Ökostromanlagen entwickelt. Mit dieser Aufbauarbeit gingen Mitgliederschulungsmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit für den Ökostrom überein. Das Investitionsmodell ermöglicht es privaten Stromverbrauchergruppen eine Produktionsgemeinschaft zu bilden. Mit dem Instrument soll die Investitionstätigkeit in Produktionsanlagen zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Ressourcen massiv unterstützt werden.
Zukünftig soll durch das Bürgerbeteiligungsmodell der Ausbau von Solarstromanlagen weiter beschleunigt werden. Dies ermöglicht auch Personen, die keine eigene Dachfläche haben, sinnvolle und ökologische Vorsorge für eine gesicherte Stromversorgung zu treffen.
Objektbesitzer stellen ihre Südflächen für die Errichtung von Fotovoltaik-Anlagen zur Verfügung. Die Stromkunden finanzieren über eine projektbezogene Mehrzahlung zu ihrem Stromverbrauch einen Besitzanteil an der Gemeinschaftsanlage. Die Erneuerbare Energie Vorarlberg, ein gemeinnütziger Verein, stellt sich als Vermittler und Treuhänder zur Verfügung und schließt mit den Objektbesitzern entsprechende Flächennutzungsverträge. Die Besitz- und Rechtsverhältnisse sind dabei über einen standardisierten Gesellschaftsvertrag vorgegeben. Im Zuge des NENA Projektes wurden alle für die Umsetzung erforderlichen Schritte entwickelt und in einer Pilotgemeinde im Entstehungsprozess vorbereitet.